Brasilien Wirtschaft - hohes Bruttoinlandsprodukt (BIP)

Brasilien erwirtschaftet nach den USA das zweitgrößte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Amerika und liegt damit sogar vor dem Industriestaat Kanada. Diesen wirtschaftlichen Rang verdankt das Land vor allem der hohen Bevölkerung.

Das BIP wird zur Hälfte im Dienstleistungssektor, zu etwa 40% in der Industrie und nur noch zu ca. 10% in der Landwirtschaft erwirtschaftet. Zu den wichtigsten Exportartikeln gehören neben Maschinen (darunter Flugzeuge und Autos) auch Aluminium, Stahl und Zinn, sowie Soja, Kaffee, Fleisch und Zucker. Wegen der fortgeschrittenen Industrialisierung, der politischen Stabilität und den großen Rohstoffvorkommen, insbesondere gewaltiger Eisenvorkommen, wird Brasilien ein großes wirtschaftliches Potential zugeschrieben.

Die südamerikanische Zollunion Mercosul stärkt den lateinamerikanischen Markt und eröffnet er brasilianischen Wirtschaft umfassende Möglichkeiten. Zu den wichtigsten Handelpatnern von Brasilien gehören neben den lateinamerikanischen Staaten und den USA auch die Staaten der Europäischen Union und China. (more…)

Karneval in Rio

Der Karneval in Rio ist ein absolutes muss für Touristen, die während der Faschingzeit nach Brasilien fliegen. Dieser beginnt offiziell am Freitag vor Aschermittwoch. Das Sambodtromo, der Tempel der Karneval- und Sambafreunde, kann auch außerhalb der Karnevalzeit besucht werden.

Hier kann man die schönsten Kostüme bewundern. Um den Tempel zu erreichen, fährt man mit der U-Bahn bis zur Station Praca Onze und läuft dann noch einige Meter. Jeder brasilianischer Bewohner ist gern bereit, gerade Fremden als Führer zur Verfügung zu stehen. Für die Parade in Rio ziehen die 18 besten Sambaschulen am Faschingssonntag und am Rosenmontag in zwei Gruppen an ca. 125000 Zuschauern vorbei. Jede Schule benötigt ca. 90 Minuten, um mit ihren ca. 4000 Akteuren, 3500 Tänzerinnen und Tänzern und 500 Trommlern an den Zuschauern vorbeizuziehen. Während dieser Zeit tanzen nicht nur die Mitglieder der Sambaschulen, sondern die ganze brasilianische Bevölkerung wiegt sich zu den Rhythmen. (more…)

Geld und Währung in Brasilien

Wer nach Brasilien möchte, um dort zu arbeiten oder einfach um Urlaub zu machen, muss sich zwangsläufig mit dem Geld und der Währung des Landes, das den größten zusammenliegenden Teil Südamerikas ausmacht, auseinandersetzen.

In Brasilien bezahlt man mit Real und Centavos, wobei ein Real 100 Centavos sind. Banknoten der Währung mit dem Kürzel BRL werden ab 1 BRL ausgegeben und staffeln sich in den weiteren Schritten 2, 5, 10, 20, 50 und 100 BRL. Münzen hingegen gibt es bis auf die 1-Real-Münze nur für Centavos und zwar 1, 5, 10, 25 und 50.

Möchte man seine Euros in Reais, so die Mehrzahl des Real, tauschen, so finden sich in der Nähe bestimmt ein „Casa de Câmbio“, eine Wechselstube. Auch am Flughafen und in Hotels kann man sein Geld wechseln, doch hier zu einem oftmals schlechten Wechselkurs.

Gern gesehen sind natürlich auch Kreditkarten. Brasilien verfügt über viele Geldautomaten, bei denen man allerdings darauf achten muss, dass sie auch deutsche Kreditkarten akzeptieren.

Samba ist Brasilien

Ein Hotel finden zum Brasilianischen Karneval – unmöglich. Die großen Samba-Schulen der Städte machen die Nacht zum Tag und die Straßen zu ihrem Spielplatz. Samba ist nicht nur Tanz, es ist eine Lebenseinstellung in Brasilien.

Samba ist Brasilien

Wenn die Samba Musik erklingt gibt es kein Halten mehr, jung und alt tanzen zu den schnellen Rhythmen und jubeln den Tänzern auf der Straße oder den Wagen zu. Das ganze Jahr über werden Kostüme genäht, Wagen geplant später geschmückt, Choreographien ausprobiert und einstudiert.

Die Welt des Samba, bietet aber auch vielen Bewohnern der Favelas einen Ausweg. Ist man ein guter Tänzer kann dies der Weg in ein neues Leben sein. Werbeverträge und Fernsehauftritte können sie Folge eines guten Auftritts sein. Schöne Tänzer, großartige Kostüme und heiße Rhythmen, das will die Welt von Brasilien sehen; deshalb findet man auch zu dieser Zeit kaum ein Hotel.

Architektur in Brasilien

In Brasilien treffen viele Einflüsse aufeinander, die auch Einfluss auf die Architektur des größten Staates Südamerikas nehmen.

Neben der primitiven Architektur der Indianerhütten im Amazonasbecken, prägten vor allem Portugiesen und Niederländer die Architektur Brasiliens in der Kolonialzeit ab 1500. Nachdem im 17. Jahrhundert reiche Bodenschätze im brasilianischen Hinterland gefunden wurden, entwickelten sich überall prunkvolle Barockstädte. Insbesondere die Stadt Olinda an der Nordostküste Brasiliens ist Spiegelbild der europäischen Barock-Kultur.

Die Hauptstadt Brasilia ist Höhepunkt der Architektur Brasiliens. Brasilia ist nicht historisch gewachsen, sondern entstand am Reißbrett. Der Grundstein wurde bereits 1922 gelegt, doch der Großteil der Gebäude wurde in den 60er Jahren innerhalb von vier Jahren aus dem Boden gestampft. Die futuristische Architektur Brasilias ist geprägt durch die Funktionalität der Gebäude: Monumentalität auf der einen und Leichtigkeit auf der anderen Seite verbindet sich zu einer einzigartigen Ästhetik. (more…)

Brasilien und Kaffee

Kaffee ist unser täglicher Muntermacher. Angebaut wird das „Schwarze Gold“  in den tropischen und subtropischen Gebieten Brasiliens. 4 Milliarden der insgesamt 15 Milliarden Kaffeebäume wachsen in Brasilien - damit ist das Land der größte Kaffeelieferant der Welt.

Brasilianischer Kaffee genießt einen hohen Ruf aufgrund der Professionalität und der Erfahrung der Brasilianer mit dem Anbau des Kaffees. Die Langzeit-Trommelröstung garantiert eine schonende Röstung der Bohnen, bei der die natürlichen Aromen und Öle erhalten bleiben. Der brasilianische Kaffee ist aber auch wegen seiner Milde und geringem Säuregehalt sehr beliebt.

Am meisten Kaffee produzieren die Regionen Parana, Sao Paulo, Minas Gerais und Espirito Santo mit insgesamt 98% des Gesamtertrages von Brasilien. Die Kaffeebäume können bis zu 18 Meter hoch werden. Ein Strauch liefert pro Jahr gerade mal 1 Pfund Kaffee.

Guter Kaffee wird hauptsächlich aus Arabica Bohnen hergestellt, die nur die Hälfte des normalen Koffeingehalts aufweisen. Leider werden die edleren Kaffeebohnen nicht exportiert, sondern für den eigenen Verbrauch genutzt. Besonders edel und aromatisch ist der Bahia-Kaffee. Der größte Anteil der Exporte besteht aus dem qualitativ minderwertigeren Rohkaffee, der aber nur niedrige Preise auf dem Weltmarkt erzielt.

Im Moment versucht man das Image des brasilianischen Kaffees zu verbessern,  in dem man mehr auf den Anbau des hochwertigeren Kaffees setzt.